Sex Traffic

 

Im Mittelpunkt der düsternen und packenden, teils in Slowenien, London und Kanada gedrehten vierstündigen Mini-Serie stehen Elena und Vara (Newcomer Anamaria Marinca and Maria Popistasu). Die moldavischen Schwestern, die sich ein leichteres Leben in London erhoffen, fallen auf die Versprechungen eines jungen Mannes herein und werden auf Umwegen u.a. über Bosnien, Serbien und Italien als Sex-Sklaven verkauft und landen schließlich in London.

 

Gleichzeitig versucht in Moldavien Callum Tate, ein junger kanadischer Angehöriger des Friedenscorps, eine junge Frau freizukaufen und wird daraufhin des Sexhandels bezichtigt. Der britische Wohltätigkeitsmitarbeiter Daniel Appleton wird auf den Fall aufmerksam und versucht mit allen Mitteln dem Sexhandel Einhalt zu gebieten. Callum, zwischenzeitlich entlassen, versucht seinen ehemaligen Arbeitgeber Kernwell, ein U.S. Verteidigungsunternehmen, das sein Vermögen mit der Versendung von Friedenstruppen gemacht hat, zu erpressen und schickt ein belastendes Videoband an Tom Harlsburgh (Chris Potter), den Vorstandsvorsitzendem. Bald erhält auch Madeleine Harlsburgh, Toms engagierte Ehefrau und Vorsitzende von Kernwells Wohltätigkeitsorganisation, Hinweise darauf, dass Kernwells Mitarbeiter aktiv am Sexhandel beteiligt sind. Und zu ihrem Entsetzen keimt in ihr der Verdacht, dass ihr Mann die Angelegenheit vertuscht, um Kernwell einen Millionenverlust zu ersparen.

Obwohl Kernwells Firmensitz in Boston sein soll, wurde dieser Part in Halifax, zum Teil (u.a. die Empfangsszene) während einer der schwersten Schneestürme in der Geschichte Kanadas gedreht.

Im Oktober 2005 wurde Sex Traffic mit 14 Kategorien für den Gemini Award (kanadischer Filmpreis) nominiert. Eine Nomination ging an Chris Potter als bester Nebendarsteller.